Motivation in der Schule

Viele kennen es: Am ersten Tag der Schule wacht man auf und fühlt sich motiviert. Es ist ein bisschen wie Silvester. Es werden gute Vorsätze für das nächste Schuljahr gemacht: Man will früher aufstehen, im Unterricht immer aufpassen und gut mitarbeiten, mit der Vorbereitung für Klassenarbeiten rechtzeitig beginnen und sie dann auch gewissenhaft durchführen, sodass die Noten dieses Jahr viel besser werden und so weiter und so fort. Nach circa 3 Wochen ist das alles aber vergessen. Man wacht wie das Jahr zuvor morgens auf und will sich gleich wieder hinlegen, man ist unaufmerksam und verschiebt Hausaufgaben und Vorbereitung auf den letzten möglichen Zeitpunkt. Spaß macht die Schule so auf jeden Fall nicht. Und auch die Noten verbessern sich vermutlich kaum oder gar nicht. Deshalb stellt sich die Frage: Wie kann man die Motivation, die man oft am Anfang vom Schuljahr fühlt, auch im restlichen Jahr empfinden und sie für sich nutzen, sodass die Schule wenigstens ein bisschen Freude bereitet und der Notendurchschnitt sich vielleicht auch endlich hebt?

Zunächst sollte man sich noch darüber bewusst sein, dass niemand immer motiviert sein kann. An manchen Tagen fühlt man sich einfach total schlecht und bekommt nichts richtig hin. Dafür sollte man sich dann keine großen Vorwürfe machen, denn jeder fühlt sich mal so. Man sollte lieber nach vorne blicken und weitermachen, denn wenn man sich ständig selbst dafür runtermacht, kommt man nicht weiter und die Motivation wird immer mehr sinken. Trotzdem kann man versuchen, öfter oder länger motiviert zu sein und mit dieser Motivation seine Ziele leichter zu erreichen.

Das erste Problem ist das eigene Mindset: Wenn man sich immer sagt, dass man unproduktiv ist oder es sowieso nicht schaffen kann, dann wird man es auch wirklich nicht schaffen. Wenn man sich sagt: „Ich muss heute noch die nervigen und total überflüssigen Mathe-Hausaufgaben machen“, wird man sich noch unmotivierter fühlen, wenn man vor den Aufgaben sitzt. Auch wenn man Arbeit bis zum letzten möglichen Zeitpunkt aufschiebt, macht man sich viel kaputt, weil um 11 Uhr in der Nacht es vermutlich niemanden gibt, der sich noch gerne mit Gedichtinterpretationen beschäftigt. Deshalb sollte man sein Mindset ändern, oder es zumindest versuchen. Man sollte sich sagen „Ich bin motiviert und habe Spaß am Lernen“ oder „Ich darf diese Mathehausaufgaben machen, die mir helfen sollen, das Thema mehr zu vertiefen und die mir so helfen, die Klassenarbeit gut zu meistern“. Das klingt vielleicht erstmal komisch, aber wenn man sich etwas oft genug sagt, fängt man an, daran zu glauben. Um Demotivation zu vermeiden, sollte man außerdem früh mit Aufgaben anfangen und gut organisiert sein, denn so fühlt man sich weniger überfordert. Also: Verscheuche die ganzen negativen Gedanken aus deinem Kopf und ersetze sie durch positive.

Außerdem sollte man sich überlegen, warum man gut in der Schule sein will, denn wenn man ein Ziel hat, fällt es einem leichter, dafür zu arbeiten. Man kann sich zum Beispiel Ziele aufschreiben, am besten dann, wenn man gerade motiviert ist. Das kann beispielsweise der Beruf sein, den man sehr mag und später einmal ausführen will. Diese Ziele kann man sich dann später durchlesen, wenn man sich unproduktiv fühlt und sich daran erinnern, wofür man das alles macht.

Was ebenfalls sehr hilfreich ist, ist sich zu überlegen, was einen an einem Fach oder einem Thema interessiert und wofür man es in der realen Welt gebrauchen kann. Man kann zum Beispiel mit seinem Lieblingsfach anfangen: Warum mag ich dieses Fach so sehr? Welches Thema interessiert mich besonders? Wenn man etwas nämlich interessant findet, macht es gleich viel mehr Spaß, sich damit zu beschäftigen und dafür zu arbeiten. Außerdem bleiben Dinge, die einen interessieren, länger im Gedächtnis. Deshalb ist es sehr wichtig, das Interessante an der Arbeit zu finden, die man gerade macht.

Zusätzlich ist es wichtig, kleinere Erfolge zu feiern, denn wenn man etwas erreicht hat, fühlt man sich direkt viel motivierter. Außerdem kann man so auch den Weg zum Ziel etwas mehr genießen. Wenn man nur auf die großen Erfolge wartet, wie die 1 im Zeugnis, wird man viel weniger motiviert sein, weil das einfach nicht jeden Tag passiert. Man sollte sich große Aufgaben, zum Beispiel einen Text zu schreiben, in kleinere Aufgaben aufteilen. In diesem Beispiel könnten das sein: Sich ein Thema überlegen, dazu recherchieren, einen Schreibplan erstellen, die einzelnen Teile des Textes schreiben, nochmals lesen und korrigieren und zum Schluss dem Lehrer abgeben. Schreibt man sich diese kleineren Ziele auf, kann man immer wieder etwas abhaken, wodurch man sich gleich produktiver und motivierter fühlt. Außerdem merkt man, wie groß der Fortschritt tatsächlich ist, den man gemacht hat. Dazu sollte man sich immer wieder ins Gedächtnis rufen, was man schon geschafft hat, an einem Tag, in einer Woche oder in einem Monat. So sieht man auch wieder Erfolge und kann motivierter weiterarbeiten.

Als Letztes kann man sich noch überlegen, wie einem das Lernen mehr Spaß machen könnte oder wie es einfacher wird. Was ist dafür wichtig? Vielleicht braucht man einen guten Arbeitsplatz. Dann sollte man sich diesen einrichten, so wie er einem gefällt und einen weiterbringt. Oder vielleicht lernt man viel besser mit Freunden zusammen. Dann sucht man sich ein paar Menschen, denen es genauso geht und startet eine Lerngruppe. Auch hier gilt: Je mehr Freude einem etwas bereitet, desto eher macht man es.

Es gibt also sehr viele Tipps und Möglichkeiten, die eigene Motivation zu vervielfachen und so kann jeder sich das aussuchen, was ihm am meisten zusagt und hoffentlich seine Motivation steigern. Damit fühlt man sich auf lange Sicht nicht sehr überfordert, man ist glücklicher und auch die Noten werden sich entsprechend verändern.

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