Interview mit Frau Sarah Becker

Geführt von Lena Brüggmann, Klasse 6f
Februar 2022

Woher kommen Sie? Haben Sie, bevor Sie an das LGÖ gekommen sind, woanders unterrichtet? Falls ja, wo?

Ich komme aus einem kleinen Ort nahe Östringen. Nach meinem Studium habe ich am Sprachinstitut in Tübingen Deutsch als Fremdsprache für Schülerinnen und Schüler aus der ganzen Welt unterrichtet. Das war eine tolle Erfahrung und hat mir sehr viel Freude bereitet.

An welcher Schule waren Sie schon (auch als Kind)?

Mein Abitur habe ich am Ottheinrich-Gymnasium in Wiesloch gemacht.

Wollten Sie schon immer Lehrerin werden oder hatten Sie als Kind einen anderen Berufswunsch?

Als Kind wollte ich immer Ärztin werden. Nachdem ich aber jahrelang in der Kinder- und Jugendarbeit tätig war und viel Nachhilfe gegeben hatte, fiel die Wahl schließlich doch auf das Lehramtsstudium.

Was genau haben Sie studiert und wie lange?

Insgesamt habe ich knapp acht Jahre an der Eberhard Karls Universität Tübingen studiert, fünf Jahre für meine ersten beiden Fächer Geographie und Deutsch, zwei Jahre für mein Drittfach Englisch und ein Jahr war ich als Erasmusstudentin in Newcastle upon Tyne, England, und habe ein Zertifikat für nachhaltige Entwicklung erworben.

Welche Fächer unterrichten Sie am LGÖ?

Dieses Schuljahr hauptsächlich Geographie und Deutsch, Englisch nur zeitweise – leider!

Welche Klassenstufen unterrichten Sie in Ihrem ersten Schuljahr hier am LGÖ?

In Geographie unterrichte ich eine 6., zwei 8. und eine 11. Klasse, in Deutsch eine 7. Klasse und zeitweise eine 11. Klasse, in Englisch habe ich im November einen Basiskurs der Jahrgangsstufe 1 unterrichtet.

Welches Fach ist Ihr Lieblingsfach (welches unterrichten Sie am liebsten und weshalb?) und welches ist das Fach, das Sie nicht so gerne mögen?

Vorneweg: Es wäre schlecht, wenn ich als Lehrerin eines meiner Fächer nicht so gerne mögen würde; dann hätte ich wohl den falschen Beruf gewählt 😉. Ich unterrichte alle meine Fächer sehr gerne. Dadurch, dass ich drei Fächer bis zum Abitur unterrichten darf, gibt es viele verschiedene Inhalte und Themen, die alle ihren Reiz haben. Es wird also nie langweilig – das mag ich an diesem Beruf auch so sehr!

Was machen Sie in Ihrer Freizeit?

In meiner Freizeit dreht sich vieles um den Hund: Ob Leckerli backen, Spielzeuge nähen oder basteln, ausgedehnte Spaziergänge und Wanderungen, (kreatives) Longieren oder neue Trainingsideen ausprobieren – am meisten Freude bereitet mir, wenn meine Hündin Pari und ich eine schöne Zeit miteinander verbringen. Wenn ich dann doch mal ohne Hunde unterwegs bin, geht es am liebsten hoch hinaus: Ich klettere und bouldere gerne oder gehe gemeinsam mit Freunden Klettersteige.

Was war bisher Ihr schönster Moment am LGÖ?

Puh … das ist ganz schön schwer, weil ich bereits viele schöne Momente am LGÖ hatte. Wenn ich aber einen auswählen soll, dann ist mir besonders eine Geographiestunde vor Weihnachten in der 6. Klasse in Erinnerung geblieben: In diesem Schuljahr beschäftigen wir uns intensiv mit verschiedenen Themen rund um unseren Kontinent Europa. Als kleine „Weihnachtsüberraschung“ hatte ich für meine Sechstklässler also Europakarten bei der Bundeszentrale für politische Bildung bestellt. Die Reaktion darauf war für mich sehr rührend, da sich die Schülerinnen und Schüler sehr über das unerwartete Geschenk gefreut hatten und einige die Karte sogar in ihrem Zimmer aufhängen wollten. Die Freude der Schüler*innen hat mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert, das mir wohl noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Was finden Sie so toll am LGÖ und was macht die Schule aus?

Die vielen tollen Menschen an unserer Schule machen es sehr leicht, sich schnell an dieser doch sehr großen Schule zurecht zu finden. Angefangen bei unserem Hausmeister Ralf und unserem Sekretärinnenteam, über die vielen Kolleginnen und Kollegen bis hin zur Schulleitung: Die Unterstützung, die man als junge Lehrerin am LGÖ erfährt, ist einfach spitze. Durch diese tolle Atmosphäre und das wertschätzende Miteinander fühle ich mich an unserer Schule sehr wohl.

Gefällt Ihnen der Beruf als Lehrer und was mögen Sie am meisten daran?

Ich mag meinen Beruf sehr und finde es klasse, dass er so vielseitig ist: viele verschiedene Menschen mit ganz unterschiedlichen Persönlichkeiten, viele verschiedene Themen und Inhalte … so bleibt der Schulalltag abwechslungsreich und spannend. Außerdem kann man als Lehrerin sehr kreativ sein, sodass der Unterricht nicht nur lehrreich ist, sondern auch Spaß macht.

Was mögen Sie an Ihrer Arbeit nicht so gerne?

… wenn ich beim Korrigieren schlechte Noten vergeben muss, obwohl ich weiß, dass es jemand eigentlich viel besser gekonnt hätte.

Welche Ferien mögen Sie am meisten, und weshalb?

Ich denke, ich mag die Pfingstferien am liebsten, weil sie in eine sehr schöne Jahreszeit fallen.

Welches ist Ihr schönstes Urlaubsziel, an dem Sie einmal waren?

Oh, da gibt es viele verschiedene, weil ich sehr gerne reise. Meine Top-Drei sind: die Ostküste Irlands, die französische Insel Korsika und der Arches Nationalpark im US-Bundesstaat Utah. Meine Lieblingsstädte sind San Francisco und Tübingen.

Wohin würden Sie gerne mal reisen?

Diese Liste ist wohl endlos … an vorderster Spitze steht aber Neuseeland.

Welche Sprachen sprechen Sie?

Deutsch und Englisch, und ein kleines bisschen Französisch und Spanisch.

Spielen Sie ein Instrument?

Früher habe ich Klavier gespielt, aber das ist schon viele Jahre her.

Haben Sie Tipps für uns Schüler, wie man z. B. am besten lernt? Welche Hilfsmittel können Sie empfehlen?

Auch wenn es nicht immer einfach umzusetzen ist, empfehle ich regelmäßig zu wiederholen und sich aktiv am Unterricht zu beteiligen. Abgesehen davon gibt es verschiedenste Lerntypen: manche schreiben sich gerne Zusammenfassungen, anderen machen Mindmaps oder fertigen Zeichnungen an, wieder andere lernen gut mit Eselsbrücken und Merksprüchen. Das eine Rezept gibt es hierfür wohl nicht … Ich persönlich muss beim Vokabellernen immer an verschiedene Songs denken, in denen das neue Wort vorkommt. So fällt es mir leicht, mir neue Begriffe und Redewendungen zu merken.

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