E-Mobilität – Die grüne Lösung?

Hört her!

Wie man hört, hört man nichts… Elektroautos sind schließlich „Die leise Revolution“, die sich auf den Straßen vollzieht. So setzt ein Werbeslogan des deutschen Autoherstellers BMW ein neues elektronisch betriebenes Auto in Szene, welches 2013 auf den Markt kam. Doch BMW ist nicht das einzige Unternehmen, das mit einer „Revolution“ wirbt. Das Versprechen der Unternehmen ist ein Fahrzeug, das während der Fahrt keinerlei CO2-Emissionen verursacht. Insbesondere im Hinblick auf die Klimakrise klingt das tatsächlich revolutionär. Doch was steckt genau hinter der so angepriesenen Nachhaltigkeit? Hat Elektromobilität eine Zukunft und ist sie „Die grüne Lösung“? 

Strom, der Kraftstoff der Zukunft! Es sieht auf den ersten Blick so einfach aus: Den Stecker in die Steckdose stecken, das Auto aufladen, leise fahren und dabei auch noch keinerlei Emissionen. Sobald man aber weiter denkt als bloß „Der Strom kommt aus der Steckdose“, ergibt sich die Frage nach dem ökologischen Preis dieses Stroms. Wie die europäische Umweltagentur darstellt, ist die Herkunft des Stroms ausschlaggebend für die Umweltbilanz eines Elektroautos. Dadurch hängt die Energiewende eng mit den gesamten Emissionen der Elektroautos zusammen. Diese weist durchaus einen positiven Trend auf: Laut dem Umweltbundesamt ist der Anteil von erneuerbaren Energien im Stromsektor innerhalb der letzten 30 Jahre von unter 5 % auf ca. 40 % gestiegen.

Nachhaltigkeit ist mehr als die Bekämpfung von schmutzigen Auspuffen und giftigen Abgasen, wenn man einen anderen entscheidenden Faktor berücksichtigt: Die Produktion der Autos, angefangen beim Akku. Dafür wird das Metall Lithium verwendet. Bei der Gewinnung dieses Metalls werden große Mengen von Salzwasser aus dem Boden gepumpt und getrocknet. Dieser Vorgang trocknet die bereits trockenen Regionen noch weiter aus und das wenige zurück gepumpte Wasser ist zu salzig, um es noch als Trinkwasser zu verwenden. Folgen davon sind zerstörte Lebensräume und verschlechterte Lebensbedingungen von Menschen, die dort leben und arbeiten. Hier zeigen sich Auswirkungen, die über die reine CO2-Bilanz hinausgehen, die aber dennoch im Sinne der sozialen Gerechtigkeit ein wichtiger Bestandteil von Nachhaltigkeit sind.

Abgesehen von den Klima-Aspekten muss man auch noch andere Faktoren in Augenschein nehmen, die sich konkreter auf Funktion und Fahrerfahrung auswirken. So haben die Fahrzeuge je nach Modell meist nur eine kurze Reichweite, die je nach Temperatur auch noch variiert, da Akkus bei niedrigen Temperaturen eine geringere Leistung haben. Problematisch wird dies in einer Region dann, wenn sich dort keine oder sehr wenige Ladesäulen befinden. Hier ist aber einzuwenden, dass das Netz aus E-Auto-Ladestationen Jahr für Jahr weiter ausgebaut wird. In naher Zukunft werden diese Sorgen also weniger relevant sein. Ähnlich ist es bei den Ladezeiten, die stark modellabhängig sind. Zu beachtende Faktoren sind hierbei zum einen Ladeleistung, die zum Beispiel zwischen 50 kWh oder auch 150 kWh liegen kann. Zum anderen schwanken die Ladezeiten

 

des Autos je nach Ort von 30 Minuten an einer Schnellladesäule bis zu 14 Stunden an einer Haussteckdose. 
Insgesamt zeichnet sich ein positiver Trend in der technischen Weiterentwicklung und Problemlösung bezüglich dieser Aspekte ab.

Bei genauer Betrachtung gibt es also noch immer viele Probleme mit E-Mobilität und insbesondere Elektroautos: Sie reichen vom äußeren Faktor des Stroms bis hin zu Ressourcenknappheit sowie Herstellung und Nutzung der Transportmittel. Es stimmt optimistisch, dass Leistung und Effizienz dieser Autos ständig weiter verbessert werden und noch längst kein Plateau erreicht haben. Als Alternative zu Autos mit Verbrennungsmotoren haben sie ein großes Potential. Allerdings sind sie nicht die ultimative Lösung. Neben der Entwicklung von Elektroautos muss es noch Raum geben für andere vielversprechende Ansätze und Konzepte: Unter anderem stellt sich die Frage nach der Gewichtung von öffentlichen und individuellen Verkehrsmitteln. In jedem Fall ist ein Umdenken und viel Forschergeist gefragt, um Transport in Zukunft immer umweltfreundlicher zu gestalten. Dann kann wirklich von einer leisen Revolution die Rede sein.

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