Neues von unserem landwirtschaftlichen Versuchsfeld

Seit Jahren sind wir – LGÖ und Freundeskreis Ruhbenderhaus – nun aktiv auf unserem landwirtschaftlichen Versuchsfeld am Marienweg und wir erleben trotz unserer beachtlichen qualitativen wie quantitativen Lebenserfahrung jedes Jahr wieder eine Überraschung. Dieses Frühjahr ist es nicht die Witterung und auch nicht das Unkraut (Beikraut), nein es ist es Lisa Werner, die sich, als sie von Walter Rothermel gefragt wurde, ob sie nicht einen Bericht schreiben möchte, spontan dazu bereit erklärte und wohlgemerkt, ohne fremde Hilfe. Ich war baff, denn ich erinnere mich noch als ich 1991 auf einer Exkursion von Prof. Barsch um Heidelberg, im Gebiet der ehemaligen Neckarschlingen teilnehmen durfte. Das Lernen aus Büchern und aus den Arbeitsblättern der Lehrer war ich gewohnt. Aber das gleichzeitige Zuhören, Verstehen und Notieren der relevanten Sachverhalte war ich nicht vorbereitet. Es war das erste Mal, dass ich stehend schrieb.

Bis Dato dokumentierten und präsentierten wir Erwachsenen bzw. Schüler der Sekundarstufe die Erlebnisse und Ergebnisse. Heute folgt nun an dieser Stelle der Originalbericht von Lisa Werner, Klasse 5g, Leibniz-Gymnasium Östringen.

„In Zweierreihen sind wir, die Geographieklasse 5g von Herrn Barth, losgezogen, um ver­schiedene Dinge auf einem Feld in der Nähe unserer Schule anzupflanzen. Wir wurden von Herrn Rothermel und Herrn Holzinger empfangen. Zuerst wurde Gerste gesät. Die Samen wurden großzügig auf dem ersten Viertel des Fel­des verteilt. Mit Herrn Holzingers Händen als Sieb ging das super. Als nächstes wurde Ha­fer gesät. Auch das ging mit der Hand Hand sehr gut. Das dritte Viertel wurde mit Leinsa­men bestreut. Das geht am besten mit dem „Dreifingergriff“. Dazu nimmt man mit Dau­men, Zeige- und Mittelfinger Samen auf und streut diese aus. Zuletzt kamen noch die Erbsen an die Reihe. Sie wurden mit einer sogenannten Handsähmaschine verstreut. Das ist sehr praktisch. Zuerst zieht die Maschine eine Furche in die Erde. Dann werden von ihr die Erbsen aus dem Saatbehälter gleichmäßig in die Furche gestreut. Zum Schluss deckt die Druckrolle die Furche wieder zu. Ein Gruppenfoto darf auch nicht fehlen. Danach ging es nach Hause (zur Schule: Anmerkung Lehrer :-)“

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