Zwei mitreißende Frühlingskonzerte

Geschrieben von Magdalena Plagge-Sprengart für die Fachschaft Musik

„Lebe das Leben“ – „Viva La Vida“: Mit diesem Titel eröffnete das Orchester des LGÖ am 11. Mai das erste der beiden Frühlingskonzerte am Leibniz-Gymnasium. Die Aula war wie immer bis in die letzten Reihen gefüllt, die Zuhörenden voller Erwartung und die Musizierenden freudig gespannt.

Der stellvertretende Schulleiter Herr Olbert sowie Musiklehrer Herr Reinbold begrüßten alle Anwesenden, Herr Reinbold führte wie gewohnt professionell durch das Programm. So kündigte er an, dass das Konzert unter den Motti „Leben“ und „Liebe“ stehe. Außerdem verkündete er mit einem Grinsen, dass das bisherige „Vororchester“ ein neues Branding erfahren habe und ab sofort – Trommelwirbel – „Orchester“ heiße. Dieses gab unter der fachkundigen Leitung von Frau Härle als zweites den bekannten Walzer Nr. 2 von Dmitri Schostakowitsch zum Besten, der das Publikum hin- und herschunkeln ließ.

Es folgte die Streicherklasse 6, geleitet von Frau Härle und Herrn Fahrner, die einen großen Fortschritt seit dem letzten Auftritt vorweisen konnte. Gekonnt spielten die Sechstklässlerinnen und -klässler „Long, Long Ago“, den spannungsvollen „Barnburner“ und das feurige Stück „Can Can“ von J. Offenbach.

Während mehr als 30 Kinder mit ihren Instrumenten die Bühne verließen, stand der Unterstufenchor bereits in den Startlöchern. Er hatte monatelang vier mitreißende Stücke, arrangiert von Herrn Reinbold, einstudiert und freute sich sichtlich, diese nun vortragen zu können. Die Stücke wurden von sechs Schülerinnen und Schülern in unterschiedlicher Besetzung instrumental unterstützt – darunter Cello und Klarinette -, was ihnen einen besonderen Glanz verlieh. Getreu dem Motto des Konzerts ging es los mit dem Stück „Das ist dein Leben“ von Philipp Dittberner, gefolgt von dem Song „Mehr davon“ von Lotte. Die Liebe wurde thematisiert in Jonathan Zelters „Dich wiederzusehen“. Passend zum Regenwetter des 11. Mai besang der Chor das „Wunderschöne Grau“, mit dem der Songwriter Stefan Gwildis die Liebe zu seiner Heimatstadt Hamburg zum Ausdruck bringt. Mit großem Applaus wurde der Unterstufenchor von der Bühne verabschiedet, die er dem Kammermusikensemble überließ.

Dieses umrahmte die Pause mit zwei Stücken: Das Finale des Menuetts 2 aus der Serenade in Es-Dur von W. A. Mozart überzeugte alle Zuhörenden mit einem ausgefeilten, gut aufeinander abgestimmten Zusammenspiel, professionell angeleitet von Frau Härle, sowie mit virtuosen Leistungen der Oberstufenschülerinnen. Ebenso beeindruckend wurde der „Spanische Tanz“, komponiert von Manuel de Falla, vorgetragen, für den die Spielenden feurige rote Accessoires auspackten. Hier stellten Kenner fest, dass die Schülerinnen im Vorfeld differenzierte Probenarbeit geleistet haben mussten, um ein solches Niveau zu erreichen.

Anschließend begeisterte der Mittelstufenchor alle Anwesenden mit vier englischsprachigen Stücken. „Remember This“ von den Jonas Brothers ließ die Gesichter der Sängerinnen und Sänger leuchten, ebenso der bekannte Song „Count on me“ von P. Lawrence und B. Mars, der sehr passend von Mariella Paulus auf der Ukulele begleitet wurde. Das ikonische Stück „Time after time“ von R. Hyman und C. Lauper dürfte vor allem ältere Generationen im Publikum gerührt haben, nicht zuletzt aufgrund der vollen, warmen Cellobegleitung durch Lilli Segnitz. Mit dem fetzigen Song „Ripple“, der zum Soundtrack des Films „Spirited“ gehört, fing bis in die letzten Reihen jeder Fuß an zu wippen. Sowohl der Unter- als auch Mittelstufenchor wurden souverän von Friedrich Haas am Kontrabass und Levi Lang an den Drums begleitet. 

Der Oberstufenchor, ebenso wie der Mittelstufenchor unter der Leitung von Herrn Reinbold, bildete den Abschluss des ersten Konzerts. Mit dem überschwänglichen Gospel „Nothin’ Gonna Stumble My Feet“ setzte er ein beeindruckendes Statement und überzeugte mit rhythmischer Exaktheit. Das sanfte, einfühlsame „Good Night, Dear Heart“ zeigte eine sichere Intonation und einen runden Gesamtklang. Mit „Big Yellow Taxi“ (Joni Mitchell), auf dem Klavier begleitet von Roman Malitskiy, und „Fly Like an Eagle“ (Steve Miller) entlockte der Oberstufenchor dem Publikum einen langanhaltenden, begeisterten Abschlussapplaus.

Nur 24 Stunden später standen der Mittel- und Oberstufenchor sowie das Kammermusikensemble beim zweiten Frühlingskonzert erneut auf der Bühne und musizierten mit derselben Energie wie am Vorabend. Hinzu kam diesmal die Streicherklasse 5, angeleitet von Frau Härle und Herrn Fahrner. Mit den Stücken „Intrada“, der bekannten „Ode an die Freude“ von L. v. Beethoven sowie dem schwungvollen „Let’s play a rag“ zeigte die Klasse erste Erfolge auf ihren Instrumenten.

Das furiose Ende der Frühlingskonzert-Reihe bildete die Bigband unter der Leitung von Frau Lebert. Die sechs Titel, die die Schülerinnen und Schüler aller Klassenstufen präsentierten, brachten die Aula des LGÖ zum Jubeln. Moderiert von Leonard Weinmann wurden die Zuhörenden mit Witz und interessanten Fakten durch die Stücke geführt. Den Auftakt bildete der bekannte Song „Uptown Funk“ (M. Ronson feat. B. Mars), in dem es passenderweise darum geht, dass man das Leben feiern soll. Weiter ging es mit lässigen Samba- und Bossa Nova-Klängen getreu der Lebenseinstellung „Ach, was soll’s?“ – „Mas que Nada“ – von Sérgio Mendes und Brasil ’66, die so manchen Hüftschwung im Publikum hervorlockten. Die folgenden zwei Stücke „Smooth Operator“ (Sade) und „Take on me“ (a-ha) zeigten, dass sich die Bigband seit ihrem letzten Auftritt hervorragend zusammengefunden hat und im Zusammenspiel Präzision vorweisen kann. Passend zur späten Stunde spielte die Bigband als vorletztes Stück „Moondance“ von Van Morrison. Den krönenden Abschluss bildete der Song „Can’t stop the feeling“, in dem Justin Timberlake „so just dance“ singt, und das setzten die Zuhörenden in die Tat um. Nach begeistertem Applaus und Zugabe-Rufen spielte die Bigband „YMCA“, während im Hintergrund und auf den Rängen alle Mitwirkenden der Konzerte die bekannte Choreografie tanzten. Nach ausführlichen Dankesworten der Schulleiterin Frau Christ und Blumen für die leitenden Musiklehrerinnen und -lehrer gingen zwei überaus gelungene Frühlingskonzerte mit über 200 Beteiligten zu Ende.

Fotos: Elsa Angerer

Weitere Beiträge

Hinter den Kulissen der Theater AG

Wenn das Publikum am Ende begeistert applaudiert, sieht es nur das fertige Ergebnis. Was auf der Bühne so selbstverständlich wirkt, ist jedoch das Resultat monatelanger Vorbereitung, vieler Proben und einer starken Gemeinschaft. Eure Schülerzeitung „Post it“ hat einige Mitglieder der Theater-AG, die dieses Jahr das Stück „Mörderstund ist ungesund aufgeführt hat, nach ihren Erfahrungen befragt.

Aktion Tagwerk am Dienstag, den 28. April 2026

Anstatt wie gewohnt die Schulbank zu drücken, haben sich 43 unserer Acht- und Neuntklässler*innen am Dienstag, den 28. April 2026, außerhalb des LGÖ eine Arbeitsstelle für einen Tag gesucht. Das Geld, das sie dabei verdient haben, haben sie für die Stiftung Tagwerk gespendet.

Loading...
Nach oben scrollen