Geschrieben von Karin Waltering für die Fachschaft Französisch
Du bist in der 8.-10. Klasse und möchtest gerne zwei oder vier Wochen in Frankreich verbringen, deine französischen Sprachkenntnisse erweitern und die französische Kultur und Lebensweise sowie das Schulleben dort hautnah erleben?
Jahr für Jahr motivieren wir euch auf dieses Abenteuer einzulassen. In diesem Schuljahr hat die Bewerbung bei 8 LGÖ-Schülerinnen und Schülern geklappt.
Jaane Clausen (9a), Lina Bangert (10b) und Luna Stolpe (10c) haben in diesem Schuljahr am Individualaustausch teilgenommen und geben uns einen Einblick in ihre Erfahrungen.
Solltest du dich auch für einen Individualaustausch im kommenden Schuljahr interessieren, dann verpasse nicht das Informationstreffen, das zu Beginn des kommenden Schuljahres stattfinden wird. Die Ankündigung erfolgt wieder über Webuntis.
P.S.: Der Austausch ist auch in Klasse 11 möglich, allerdings nur für einen Zeitraum von vier Wochen.
Jaane Clausen (9a)
Ich war vom 4. bis zum 11. Juni 2026 bei meiner Austauschschülerin Lucille in Frankreich. In dieser Woche habe ich viele schöne Erfahrungen gesammelt und finde jetzt, dass jeder mal an einem Austausch teilnehmen sollte.
Ich habe mich entschlossen an dem Austausch teilzunehmen, da ich Frankreich, die Kultur und die Städte und Dörfer sehr mag. Ich wollte neue Eindrücke sammeln, neue Leute kennenlernen und aber auch mich und meine Französischkenntnisse auf die Probe stellen. Das dauernde Französischsprechen ist für manche von euch vielleicht beunruhigend und das war es für mich anfangs auch. Aber während meinem Aufenthalt haben sich meine Sprachkenntnisse in Französisch immer mehr verbessert und ich wurde viel sicherer, da ich oft von Lucille und ihren Freunden gelobt und unterstützt wurde. Die meisten Französinnen und Franzosen, die ich auf der Schule, bei den Hobbys oder bei Lucille zu Hause kennengelernt habe, waren sehr nett und haben sich sehr interessiert mit mir unterhalten. Außerdem fand ich das französische Schulsystem spannend, da es sich in vielen Punkten, wie zum Beispiel in der Strenge der Lehrer/innen, usw., von unserer Schule unterscheidet. Da die Schule an den meisten Tagen recht lang war, war nicht immer viel Zeit für Hobbys und Freizeit. Einmal war ich mit Lucille bei ihrem Tanzkurs und einmal beim Turntraining mit dabei. Beides hat sehr viel Spaß gemacht, da ich diese Hobbys auch selbst in meiner Freizeit mache und es ein tolles Gefühl war, Lucilles Freunden dabei zuzusehen und ihnen manchmal auch zu helfen. Am Wochenende habe ich mir zusammen mit Lucille, ihrer Mutter und ihrem kleinen Bruder den Michael Jackson Film im Kino angeschaut. Dieser war zwar auf Französisch, aber trotzdem habe ich viel verstanden und würde ihn auf jeden Fall nochmals anschauen. An einem anderen Tag haben wir einen Ausflug zu einem Barfußparcours gemacht. Das war auch sehr schön, da wir zwei Stunden lang barfuß über Wiesen, durch Wasserlöcher und andere Stationen gelaufen sind und ich die Familie dabei auch noch besser kennengelernt habe. Ich habe die ganze Zeit mit Lucille sehr genossen und wir haben verabredet, dass wir uns bald mal wieder sehen möchten. Ich bin froh, dass ich teilgenommen habe und dass Lucille und ich uns auf Anhieb super gut verstanden haben. Ich empfehle jedem von euch sich das zu trauen und eure eigenen Eindrücke und Momente zu sammeln.
Lina Bangert (10b)
Wie ist es eigentlich, zwei Wochen lang in einer französischen Familie zu leben, ihren Alltag kennenzulernen und eine französische Schule zu besuchen? Genau das durfte ich bei meinem Individualaustausch im Elsass in Hœrdt vom 14. bis zum 28. März 2026 erleben.
Bereits bei meiner Ankunft wurde ich sehr herzlich von meiner Gastfamilie begrüßt und aufgenommen, sodass ich mich sofort willkommen fühlte. Die Familie zeigte mir mein neues Zuhause für die kommenden Tage und half mir dabei, mich schnell in der neuen Umgebung zurechtzufinden. Obwohl ich anfangs etwas aufgeregt und unsicher war, legte sich diese Nervosität schon nach kurzer Zeit, und ich verstand nach und nach immer mehr Französisch.
Gemeinsam mit meiner Gastfamilie unternahm ich in den zwei Wochen viele verschiedene Dinge. Zum Beispiel fuhren wir nach Straßburg und besuchten bekannte Sehenswürdigkeiten wie das Straßburger Münster, das Stadtviertel „La Petite France“ mit seinen vielen schönen Fachwerkhäusern und auch das Europaparlament. Natürlich hatte ich auch die Möglichkeit, einige regionale Spezialitäten und „französische Klassiker“ zu probieren. Besonders gut geschmeckt haben mir die traditionellen „tartes flambées“ (Flammkuchen) und die leckeren Croissants.
Unter der Woche ging ich mit meiner Austauschpartnerin zur Schule, dem Lycée Kléber. Dieses ist mit ungefähr 3.000 Schülern die größte Schule in Straßburg. Doch es unterscheidet sich nicht nur in der Größe von unserer Schule, sondern auch im Schulalltag. Zum Beispiel ist eine klassische Schulstunde nicht 45 Minuten, sondern 60 Minuten lang, die Schüler haben eine lange Mittagspause, in der sie gemeinsam mit ihren Freunden in die Mensa gehen, und das Notensystem hat Noten von 1 bis 20 anstatt von 1 bis 6. Es gibt also viel Neues und Spannendes zu entdecken.
Neben den Unterschieden im Schulalltag habe ich während des Austauschs auch persönlich viel dazugelernt. Ich habe tolle Menschen kennengelernt, meine Sprachkenntnisse erweitert und viele Einblicke in die französische Kultur erhalten. Und ein weiterer großer Vorteil des Individualaustauschs ist, dass ihr den Zeitraum eures Aufenthalts selbst flexibel aussuchen dürft, je nachdem, wann es für euch am besten passt.
Wenn ihr auch Lust habt, so eine tolle Zeit in Frankreich zu verbringen, habt ihr im nächsten Schuljahr selbst die Möglichkeit, an einem Individualaustausch teilzunehmen. Es lohnt sich auf jeden Fall!
Luna Stolpe (10c)
Im Rahmen des Individualaustausches Frankreich verbrachte ich dieses Jahr zwei Wochen bei meiner Austauschpartnerin und ihrer Familie im Elsass. Schon bevor ich mich für die Anmeldung zum Austausch entschieden hatte, wollte ich schon immer Einblicke in die Kultur und das Alltagsleben in unserem Nachbarland bekommen. Dafür ist ein zweiwöchiger Aufenthalt in Frankreich perfekt. Als ich dann die Zusage bekam, war meine Vorfreude riesig. Ich erhielt den Steckbrief meiner Austauschpartnerin per Post, und ab dann ging alles ganz schnell: Wir kontaktierten uns gegenseitig, tauschten unsere Interessen aus und vereinbarten die Aufenthaltszeiträume in den jeweiligen Familien. Für mich hieß es schon bald: Koffer packen und ab ins Elsass.
In den zwei Wochen besuchte ich unter anderem die Schule meiner Austauschpartnerin, in der ich herzlich von den Schülern und Lehrern empfangen wurde. Dort hatte ich die Möglichkeit, aktiv am Schulalltag teilzunehmen, indem ich im Unterricht eingebunden wurde, der Deutschlehrerin assistieren durfte und das gemeinsame Mittagessen in der Kantine probierte. Außerhalb der Schule verbrachte ich viel Zeit in meiner Gastfamilie und wandte mein Französisch an. Am Anfang fiel es mir noch schwer, den Konversationen auf Französisch zu folgen, doch mit der Zeit wurde das für mich immer einfacher, und auch das Sprechen klappte sicherer. Am Wochenende unternahmen wir zusammen einen Ausflug nach Straßburg, bei dem wir die Kathedrale bestiegen und durch die Straßen bummelten. Meine Zeit in Frankreich ging wie im Flug vorbei, sodass ich am Ende des Aufenthalts schon etwas traurig war, wieder nach Hause gehen zu müssen.
Rückblickend waren die zwei Wochen für mich sehr wertvoll, da ich Einblicke in das Leben in Frankreich bekam und die Sprache anwenden konnte. Deshalb kann ich diesen Austausch nur jedem empfehlen, der an der französischen Sprache und Kultur interessiert ist.