Franz von Assisi: Der Mann, der anders leben wollte

Artikel geschrieben von Matilda Hartlieb (8b), Ella Metzger (8b), Magdalena Biedermann (8b) und  Jule Clausen (7b)

Stell dir vor: Du hast alles, was du dir wünschen kannst – Geld, Freunde, Ansehen und eine sichere Zukunft. Und dann entscheidest du dich, alles hinter dir zu lassen. Genau das tat Franz von Assisi vor rund 800 Jahren. Doch warum gab ein junger Mann freiwillig ein bequemes Leben auf? Zum 800. Todestag von Franz von Assisi geht „Post it“ auf Spurensuche.

Interessante Fakten

  • Franz von Assisi wurde um 1181/1182 in Assisi in Italien geboren und starb am 3.Oktober 1226 in seinem Geburtsort. Er war der Begründer des Ordens der Minderbrüder und wird in der römisch-katholischen Kirche als Heiliger verehrt.
  • Er hieß eigentlich gar nicht Franziskus! Bei seiner Geburt wurde er auf den Namen Giovanni (Johannes) getauft. Da sein reicher Vater aber begeisterter Frankreich-Fan war und dort oft Geschäfte machte, verpasste er ihm den Spitznamen „Francesco“ (Was übersetzt „Kleiner Franzose“ bedeutet)
  • Franz von Assisi lebte als armer Wanderprediger
  • Berühmtes Zitat: Das sicherste Mittel gegen die Fallen des Bösen ist die Fröhlichkeit des Herzens

Lebenslauf

Franziskus stammte aus einer wohlhabenden Familie und ging bis zu seinem 14.Lebensjahr zur Schule. Er half seinem Vater danach als Kaufmann und führte zunächst ein sorgenfreies Leben, er feierte gerne und genoss seine Jugend. Doch nach einer Zeit als Soldat änderte sich sein Leben grundlegend. Franziskus zog in den Krieg zwischen Assisi und Perugia, geriet in Gefangenschaft und kam innerlich erschüttert und krank nach Hause. Diese Erfahrungen brachte ihn dazu, über sein bisheriges Leben nachzudenken. Als er in einen weiteren Krieg geschickt wurde, kehrte er auf dem Weg um und im Traum begegnete ihm Gott. Franziskus wollte nun nach dem Vorbild Jesu leben: Möglichst einfach, friedlich und ohne großen materiellen Besitz. So zog er sich aus der Oberschicht zurück und wandte sich besonders Menschen zu, die damals am Rand der Gesellschaft standen.

Gemeinsam mit seinen Anhängern (Bernardo di Quintavalle, ein reicher Adliger, und Pietro Catanii, ein Rechtsgelehrter, schlossen sich Franziskus als Erstes an, wodurch die Dreigefährtenlegende entstand) gründete er den Franziskanerorden, der das religiöse Leben im Mittelalter stark prägte. Franziskus sah nicht nur Menschen, sondern auch Tiere und die gesamte Natur als Teil der Schöpfung. Deshalb gilt er heute als Schutzpatron der Umwelt.

Franz von Assisi zeigt, dass ein erfülltes Leben nicht zwingend mit Reichtum verbunden sein muss. Seine Botschaft von Bescheidenheit und Frieden ist auch 800 Jahre später noch relevant.

 

Bild:

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