Viele erste Plätze – und die Qualifikation zum Weltfinale in Puerto Rico

Geschrieben von Thilo Schneider

Siegerehrung beim Deutschlandfinale 2026 der World Robot Olympiad (WRO): In der Altersklasse Elementary fällt der Name des Siegerteams – „Robokekse 3“ vom Leibniz‑Gymnasium Östringen (LGÖ). Was danach folgt, ist Jubel pur. Drei Jungen im Alter von 11 bis 12 Jahren setzen sich bei ihrer allerersten Teilnahme an die Spitze Deutschlands. Mit einem beeindruckenden Lauf in der spontan zu lösenden Tagesaufgabe überholen sie alle 26 konkurrierenden Teams. Am Vortag noch auf Rang sieben, katapultieren sie sich dank starker Teamarbeit, schneller Auffassungsgabe und kluger Strategie auf Platz eins – und lösen damit verdient das Ticket für das Weltfinale.

Dieser Triumph krönt ein ohnehin bemerkenswertes Robotik‑Jahr am LGÖ. Schon im Mai glänzten die Jüngsten der „Robokekse“, so nennen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Robotik‑AGs am LGÖ, beim Wettbewerb der Hopp‑Foundation in der SAP‑Arena. Das Team „Robokekse A“, bestehend aus fünf Fünftklässlerinnen und Fünftklässlern, sicherte sich dort unter 24 angetretenen Teams aus der ganzen Region souverän den ersten Platz. Ein starkes Signal aus der Nachwuchsarbeit, die am Leibniz‑Gymnasium seit Jahren systematisch betrieben wird.

Auch die älteren Robokekse, die in den WRO‑Altersklassen Junior und Senior antreten, überzeugten bei den Regionalentscheiden in Böblingen und Schömberg: Die Teams „Robokekse 1“ (Senior), „Robokekse 2“ (Junior) und „Robokekse 3“ (Elementary) gewannen jeweils ihre Wettbewerbe. Für „Robokekse 2“ und „Robokekse 3“ bedeutete das die Qualifikation zum Deutschlandfinale in Trier, wo sich im Juni die Besten der insgesamt über 1.000 deutschen Teams trafen, um die jeweiligen Altersklassen‑ und Kategorien‑Sieger zu küren.

Nun richtet sich der Blick nach vorn: Anfang Dezember messen sich Schülerinnen und Schüler aus fast 100 Nationen beim WRO‑Weltfinale in Puerto Rico – und die Robokekse sind dabei. Mit ihrem großen Potenzial können die Östringer Schüler Deutschland dort würdig vertreten, internationale Erfahrungen sammeln und wertvollen fachlichen Austausch betreiben. Das kommt nicht nur dem erfolgreichen Elementary‑Team zugute, sondern strahlt auf die gesamte Robotik‑AG aus: Wissen, Strategien und Erfahrungen werden anschließend an andere weitergegeben und stärken so die MINT‑Förderung am LGÖ nachhaltig.

Bis dahin steht intensive Arbeit an. Der Roboter für die Jahresaufgabe wird weiter optimiert, die Programmabläufe werden verfeinert, und das Team trainiert gezielt für verschiedene Spontanaufgaben unter Zeitdruck – ein Markenzeichen der WRO. Parallel sucht die AG Unterstützerinnen und Unterstützer: Da Teilnahmegebühren sowie Reise‑ und Unterbringungskosten nicht übernommen werden, sind Spenden und Sponsoringbeiträge entscheidend, um den Start beim Weltfinale zu ermöglichen.

Die Robokekse danken allen, die diesen Weg bislang möglich gemacht haben – insbesondere der Hopp‑Foundation, dem Freundeskreis des Leibniz‑Gymnasiums sowie den engagierten Eltern, die die Teams bei Wettbewerben begleiten oder anders unterstützen. Mit vereinten Kräften und einem starken Teamgeist im Rücken wollen die Robokekse in Puerto Rico zeigen, was in ihnen steckt.

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