Ausstellung „Technik der Römer“ am LGÖ

Groma – Chorobat – Scorpio – schon einmal gehört? Nein? SO ging es auch den Schülerinnen und Schülern der 7e und 7b des Leibnizs-Gymnasiums Östringen. Doch dank Lothar Weis konnten diese Lücken geschlossen. Am Dienstag, dem 8.07.2019, machte sich Herr Weis mit seiner mobilen Ausstellung „Technik der Römer“ auf den Weg nach Östringen, um seiner Mission zu folgen, Schülerinnen und Schüler diese Technik praktisch erfahren zu lassen. In mühevoller Kleinarbeit hat Herr Weis Modelle verschiedenster technischer Hilfsmittel der Römer nachgebaut, so zum Beispiel die oben genannten.

Mit Hilfe der „Groma“ gelang es den Schülerinnen ein rechtwinkliges Dreieck auf den Schulhof zu zeichnen. Die Erfahrung, wie schwierig das war, welche Genauigkeit im Blick des Messenden erforderlich war, führte uns eindrücklich vor Augen, welche Leistung eigentlich die teils bis heute überdauernden Bauten der Römer darstellen. Die Dauerhaftigkeit römischer Architektur ist sicherlich auch der Verwendung des Chorobat, einer Wasserwaage, zu verdanken, mit Hilfe derer Unebenheiten nivelliert wurden. Wie dann die Baumaterialien an den Ort ihrer Bestimmung gebracht wurden, zeigte Herr Weis mit Hilfe eines Miniatur Lastenkrans, der er im Moment dabei ist noch einmal nachzubauen. Diesmal allerdings in einem Maßstab, dass zukünftige Schülergruppen ihn auch tatsächlich einmal ausprobieren können. Man darf gespannt sein.

Doch nicht nur in der Baukunst setzten die Römer Maßstäbe, auch in der Entwicklung von Kriegsgerät waren sie überlegen. So gelang zum Ende der 90minütigen Ausführungen die Aufmerksamkeit der Schülerinnen und Schüler noch einmal zu packen, als der in als römische Offizier gekleidete Herr Weis die Funktionsweise des Scorpio erklärte. Die ausgefeilte Militärtechnik in Kombination mit der guten Ausbildung der Soldaten sorgten für die herausragende militärische Überlegenheit der Römer in der Antike und bildeten somit einen Grundstein für die Entwicklung des Tiberdorfes zum bedeutendsten Reich der Antike, dem Imperium Romanum.

An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal bei Herrn Weis bedanken, der einen Vormittag lang 2 Schulkassen durch seine mobile Ausstellung begleitet, ihnen viele neue Eindrücke hinterlassen und mit großer Geduld die Fragen der Schülerinnen und Schüler beantwortet hat. (Bn)

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