Projekttage der Erstklässler der Silcherschule auf dem landwirtschaftlichen Versuchsfeld des LGÖ

Am Dienstag besuchten die ersten Klassen der Silcherschule mit ihren Lehrerinnen Frau Becker, Frau Gingelmaier und Frau Stadtmüller im Rahmen ihrer Projekttage das landwirtschaftliche Versuchsfeld des Leibniz-Gymnasiums. Dieses landwirtschaftliche Projekt wird in Zusammenarbeit mit unserem Bildungspartner Freundeskreis Ruhbenderhaus schon das zweite Jahr in Folge durchgeführt.

Kurz nach der Ankunft der Klassen erläuterten die Achtklässler Karim Aykan und Manuela Barth Larios, Mitglieder der ÖKO-AG des LGÖ, den Erstklässlern welche Feldfrüchte angebaut werden. Gerold Buchmüller und Alfons Holzinger, unser Experte für traditionelle und moderne Landwirtschaft, lauschten ebenso interessiert wie die Kleinen und ihre Lehrerinnen. In ihrem kurzen Vortrag stellten sie zuerst die angebauten Getreidesorten – Einkorn, Emmer, Dinkel, Winterweizen und Roggen sowie die Sommergetreidesorten Hafer und Gerste und abschließend die Kartoffeln vor und gingen auch kurz über angewandten traditionellen Techniken und landwirtschaftlichen Geräte ein, die zum Einsatz. Von den ausgesäten Sonnenblumen, Kürbissen, dem Süßmais und den Lupinen war leider noch nichts zu sehen; auch die Bieneweide ist noch nicht zu bewundern. Alfons Holzinger machte die Verfressenheit der Schnecken dafür verantwortlich.

Im Anschluss kam ein weiteres Highlight. Der Hausimker des Äpfeleprojektes des LGÖ, Roland Barth, der einen Teil seiner Bienenstöcke auf der Streuobstwiese des LGÖ am Mingolsheimer Weg aufgestellt hat, präsentierte sein Hobby. Zu diesem Zweck besorgte er einen Schaukasten, in dem die Schüler die Bienen live beobachten konnten und hielt einen hoch interessanten Vortrag, bei dem alle aktiv mit sämtlichen Sinnen eingebunden waren. Nach einem gemeinsamen Ansummen mit crescento und decrescento lernten die Kinder wissenswertes über die Anatomie der Bienen (wie die Biene Maja aus dem Fernsehen sehen nämlich keine Bienen aus), die Honigerzeugung, die Aufgaben des Imkers, die Bedeutung der Bienen für die Artenvielfalt auf der Wiese und die Ernährung der Menschen uvm.

Als letzte Aktion veranstalteten Manuela und Karim noch einen Pflanzensammelwettbewerb, bei dem die einzelnen Klassen aufgefordert wurden möglichst mehr Blütenpflanzen auf der Wiese zu sammeln als ihre Konkurrenten. Natürlich stellte die Öko-AG im Vorfeld sicher, dass keine geschützten Arten auf dem Areal zu finden sind.

Bedanken möchte ich mich bei den Lehrerinnen der Silcherschule, dass sie ihre Projekttage auf unserem außerschulischen Lernort durchgeführt haben, Gerold Buchmüller und Alfons Holzinger als Vertreter des Freundeskreis Ruhbenderhauses sowie Manuela und Karim von unserer Öko-AG und natürlich unserem Imker Roland Barth.

Wenn sie Interesse haben, das Feld auf eigene Faust zu besichtigen, kommen sie vorbei. Alle Feldfrüchte sind mit Informationstafel versehen und somit selbsterklärend.

drthbarth

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