Drive, Elan und Können – Kooperation zwischen LGÖ und SAP lässt Publikum jubeln

Eine Schule hat gewöhnlich eine ganze Reihe an Kooperationspartnern, unter anderem, um ihren Schülern auch außerschulische Wissensquellen zu erschließen. Nicht anders das Leibniz Gymnasium Östringen (LGÖ). Einer dieser Partner ist das Softwareunternehmen SAP. Am Freitagabend nun präsentierten die beiden, anlässlich des 50-jährigen Schuljubiläums und unterstützt von weiteren Kooperationspartnern, ein etwas anderes Feld der Zusammenarbeit, abseits von Ausbildung und Lernen: die Musik. Genauer gesagt mit „satten Bläsersounds, glänzendem Metall, wunderbaren Gesangsnummern und Instrumentalsoli“, so führte Frank Reinbold aus. Fachkundig, aber vor allem unterhaltsam launig führte der Lehrer für Deutsch und Musik durch den Abend, der angefüllt war mit Big Band Sound. Den ersten Konzertteil bestritt die LGÖ Big Band unter der Leitung von Philip Fahrner. Rund 30 Schüler, darunter auch ehemalige, erinnerten zunächst mit „I want you back“ von 1969 an das Gründungsjahr des LGÖ. Mit Stücken aus verschiedenen Stilrichtungen wie Funk und Rhythm and Blues mit starken Instrumentensoli begeisterten die jungen Musiker das Publikum in der gut besuchten Hermann-Kimling-Halle. Mit überaus gefühlvoll gesungenen Titeln, unter anderem „Summertime“, verzauberte Lara Bechtold, Schülerin der Jahrgangsstufe 1. Ein, so Reinbold, „echtes Paradestück für satten Big Band-Sound“, präsentierte Hannah Nürnberg mit „Feeling good“. Die ehemalige LGÖ‘lerin begeisterte mit ihrem gesanglichen Können und ihrer Bühnenpräsenz, auch beim zweiten Solostück. Rasant und kubanisch ging es weiter mit „Conga“ von Gloria Estefan, gemeinsam gesungen von Hannah Schwarz, während sie gleichzeitig am E-Piano spielte, und den beiden anderen Sängerinnen. Nach dem letzten Titel der LGÖ Big Band machte das Publikum stehend mit anhaltendem Steigerungsapplaus deutlich, dass die Pause gerne noch etwas warten kann, und die jungen Musiker bedankten sich mit „Tequila“ Rock’n Roll bei den begeistert groovenden Zuschauern. Im zweiten Teil übernahm die SAP Big Band unter der Leitung von Andreas Pompe die Bühne. Mit 18 Musikern, die meisten sind Mitarbeiter von SAP, zeigte die Band ein etwas anderes Bild, was Frank Reinbold zu der Erklärung veranlasste: „Nein, da fehlt keiner“. Vielmehr sei dies die „typische, reine Big Band Besetzung“. Mit ihrer Auswahl an Stücken von Swing bis Cha Cha und von Jazz bis Pop unterschied sich der Sound der erfahrenen Musiker von dem der Schüler. Damit gebe es die „seltene Gelegenheit, eine enorm große Bandbreite an Stilen kennenzulernen“, so der Moderator. Ein wirklich außergewöhnliches Highlight präsentierte die Band mit der international bekannten Sängerin Sandie Wollasch. Mit ihrer phänomenal wandelbaren, umfangreichen Gesangsstimme passte sie sich den Instrumenten an, eilte ihnen voraus, ergänzte sie in Lage, Höhe und Timbre oder trat mit ihnen in einen Dialog und – riss das Publikum mit und zu Jubelrufen hin. Am Ende vereinten sich beide Big Bands zu einem grandiosen Finale, bei dem die jungen und die erfahrenen Musiker Seite an Seite gemeinsam Drive, Elan, solistisches Können und vor allem ihre Leidenschaft für Musik zum Ausdruck brachten.  (psp)

(Mit freundlicher Genehmigung der BNN; Artikel vom 08. April 2019)

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