1. Einführung

Der Begriff Methoden im Wort Methodencurriculum ist nicht so eng gefasst, wie wir ihn vielleicht bisher verwendet haben. Er steht vielmehr für den Begriff Methodenkompetenzen, den wir im Folgenden verwenden werden.
Dazu möchte ich eine kurze Definition1 geben, die auch von Heinz Klippert auf die Schule angewendet wird:

„Methodenkompetenz ist mitverantwortlich dafür, Fachkompetenz aufzubauen und erfolgreich zu nutzen.
Im einzelnen wird darunter verstanden z.B.:

  • (die) Fähigkeit , Informationen zu beschaffen, zu strukturieren, zu bearbeiten, aufzubewahren und wieder zu verwenden, darzustellen, Ergebnisse von Verarbeitungsprozessen richtig zu interpretieren und in geeigneter Form zu präsentieren .
  • (die) Fähigkeit zur Anwendung von Problemlösungstechniken“

Diese Inhalte finden wir auch in den Leitgedanken zum Kompetenzerwerb der einzelnen Fächer im Bildungsplan 2004 wieder. Neben Methoden werden auch Sozial- und Personalkompetenz vermittelt.

Mit unserem Methodencurriculum versuchen wir ein Minimum an Kompetenzen unseren Schülerinnen und Schüler zu vermitteln, die notwendig sind um den geforderten Anforderungen im Beruf gerecht zu werden.
Jede Kollegin und jeder Kollege hat die Freiheit darüber hinaus weitere Methodenkompetenzen zu vermitteln, wie es bisher auch der Fall war. Die Möglichkeit für die Einführung weiterer Methoden, z.B. Zeitmanagement im Rahmen eines Methodentages, ist gegeben.
Für die Inhalte der einzelnen Methodenkompetenzen sind die einzelnen Fächer verantwortlich, die jeweils den Entwicklungsstand der Schülerinnen und Schüler berücksichtigen.
Anzumerken ist , dass unser Methodencurriculum kein starres Gebilde darstellt, es ist vielmehr als ein fließender Prozess zu verstehen. Im Laufe der Erprobung wird es aufgrund von Erfahrungen und Rückmeldungen Änderungen geben. So wird das Methodencurriculum ständig modifiziert.

Für die Bedeutung des Methodenlernens fasst Klippert folgendes Fazit, dem ich mich anschließen möchte:

„Die Verbesserung der Methoden ist der Schlüssel zu mehr Mündigkeit sowie zur Förderung des Lernerfolgs und der Lernmotivation der Schüler!“

Dies ist uns allen zu wünschen.

2. Erläuterungen und Hinweise

Im Methodencurriculum werden die einzelnen Kompetenzen in fünf Rubriken eingeteilt:

  • Sich informieren
  • VerarbeitenPräsentieren/Visualisieren
  • Kommunizieren
  • Sonstiges.

Die im Bildungsplan vorgegebenen Standards werden den Kompetenzen zugeordnet und konkretisiert. Für die einzelnen Konkretisierungen haben sich verschiedene Fächer als  Leit- oder Beifach verpflichtet. Leitfach bedeutet, dass hier die Grundlagen gelegt werden und die anderen Fächer darauf zurückgreifen können. Manchmal sind auch zwei Fächer dafür verantwortlich, wenn es der Arbeitserleichterung dient. Die Leitfächer stehen am Anfang und sind zur Kennzeichnung fett gedruckt.
Das Beifach hat sich verpflichtet das Leitfach zu unterstützen.
Eine Methodenkompetenz kann auch schon vor dem angegebenen Zeitpunkt verwendet werden. Der angegebene Zeitpunkt stellt nur sicher, dass sie dann spätestens eingeführt ist.

Am Beispiel der Klasse 7 möchte ich dies verdeutlichen:

Unter präsentieren/visualisieren finden Sie die Konkretisierung: Plakat gestalten.
Leitfach ist die Bildende Kunst; hier werden die Inhalte der Plakatgestaltung ausführlich besprochen und angewendet. Das Beifach Latein wird die Plakatgestaltung in irgend einer Form aufgreifen. Evt. können Plakate schon in Klasse 6 z.B. in der Biologie im Projektunterricht oder in der Gruppenarbeit im Fach Deutsch zur Präsentation bzw. Visualisierung verwendet werden.

Die Inhalte der Informationstechnische Grundbildung (ITG) sind aus Gründen der Übersicht nicht in das Methodencurriculum aufgenommen. Die Einteilung der Inhalte finden Sie im Anschluss an die einzelnen Klassenstufen.

Herausgegeben:

Unter Mitwirkung aller Kolleginnen und Kollegen
OStR`in Rosemarie Beigel
März 2004

Das ganze Dokument Methodencurriculum zum Download [PDF]

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